Jeder Mensch hat das Recht auf die eigene Meinung – aber nicht auf eigene Fakten. Wer Tatsachen verdreht und Fake News erfindet, führt Menschen in die Irre. Wenn sich unser Land gut entwickeln soll, müssen auch im Wahlkampf alle bei der Wahrheit bleiben. Hier widerlegen wir Falschaussagen im Brandenburger Wahlkampf.

Die CDU fordert,

dass in den nächsten Jahren 25 Mio. Bäume gepflanzt werden.

Besser nicht:

Das wäre nämlich ein Rückschritt. In Brandenburg werden jedes Jahr etwa 17 Mio. Bäume gepflanzt. Das machen wir auch weiter.

DIE GRÜNEN kritisieren:

Brandenburgs CO2-Ausstoß.

Richtig ist:

Brandenburg hat aufgrund unserer Braunkohlekraftwerke noch einen sehr hohen CO2-Ausstoß. ABER: wir produzieren diesen Strom für andere Bundesländer. Die größten Stromverbraucher sind Nordrhein-Westfalen, Bayern und das grün regierte Baden-Württemberg.

Die CDU behauptet,

Brandenburg fördert die Wirtschaft nicht ausreichend

Richtig ist:

Beim Wirtschaftswachstum liegt Brandenburg regelmäßig vor den anderen ostdeutschen Bundesländern. Bei den Firmengründungen (je Einwohner) ist Brandenburg bundesweit auf Platz 3 aller Bundesländer – direkt hinter den Metropolen Berlin und Hamburg.

Die AFD fordert,

dass der Waffenbesitz vereinfacht wird.

Wir sagen nein.

Das Gewaltmonopol liegt für uns ausschließlich beim Staat. Kein Mensch in Brandenburg braucht eine Schusswaffe für seine Sicherheit. Die Polizei braucht keine Hilfe von selbst ernannten Sheriffs.

Die CDU möchte:

den Vertrag über die Zusammenarbeit mit Berlin kündigen.

Wir sagen:

Dieser Schritt würde unserem Land schaden. Berlin liegt im Herzen von Brandenburg. Wir arbeiten erfolgreich zusammen. Viele Herausforderungen im Verkehr oder beim Wohnungsbau können wir gemeinsam mit Berlin besser meistern.

Die AFD behauptet,

dass Flüchtlinge in Brandenburg nicht arbeiten, aber Sozialleistungen beziehen.

Richtig ist:

In Brandenburg leben etwa 15.000 Asylbewerber. Etwa ein Drittel von ihnen hat heute einen Arbeitsplatz.

Die CDU ist für die Grundrente,

will aber die Rentner vorher finanziell durchleuchten.

Wir sagen:

Wer sein Leben lang hart gearbeitet hat, soll im Rentenalter nicht zum Sozialamt müssen. Darum fordern wir die Respektrente. Von unserem Modell würden insbesondere Ostdeutsche profitieren – darunter besonders viele Frauen. Sie würden dann bis zu 450 Euro im Monat mehr bekommen.

Die AFD behauptet,

in Brandenburg gäbe es Sozialindustrie, die Steuergeld verschwenden würde.

Richtig ist:

Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege – wie z.B. AWO, Diakonie, Caritas, Der Paritätische, Deutsche Rote Kreuz (DRK) oder die Volkssolidarität – leisten einen unschätzbaren Beitrag für den Zusammenhalt im Land. Sie betreiben Kitas, Pflegeheime, Seniorenresidenzen und Behindertenwerkstätten.

Die CDU sagt,

sie holt pensionierte Lehrer aus dem Ruhestand zurück

Richtig ist:

Lehrkräfte können schon heute ihre Dienstzeit freiwillig verlängern (tatsächlich machen das aktuell 12). Viele pensionierte Lehrkräfte helfen aber gern vorübergehend an ihren alten Schulen aus. Dafür gibt es in Brandenburg ein Vertretungsbudget für jede Schule. Diese Idee stammt übrigens von uns.

Die GRÜNEN behaupten,

Brandenburg tut nicht genug für den Ökolandbau.

Richtig ist:

Brandenburg ist beim Ökolandbau in der Spitzengruppe der 16 Bundesländer. Beim Anteil der Ökofläche an der landwirtschaftlichen Fläche belegt Brandenburg Platz 3 (hinter Saarland und Hessen). Und übrigens: Schleswig-Holstein, wo Robert Habeck sechs Jahre Landwirtschaftsminister war, ist nur auf Platz 14.